Mauritius Geschichte

Französische Kanone

Die Insel Mauritius ist erst seit knapp dreihundert Jahren dauerhaft besiedelt. Bekannt war die Insel möglicherweise aber schon den seefahrenden Phöniziern oder Polynesiern im 1. Jahrtausend v. Chr. und mit Sicherheit kannten arabische Seefahrer, auf deren Karten Mauritius eingezeichnet war, im 10. Jahrhundert die Insel.

Im 16. Jahrhundert begann die wechselvolle Geschichte der europäischen Kolonisation, die nacheinander Portugiesen, Holländer, Franzosen und Engländer auf die Insel führte. Europäisch entdeckt wurde Mauritius ab 1507 durch die Portugiesen, die jedoch nur an einer Verpflegungsstopp für ihre Handelsrouten interessiert waren. 1598 landeten Holländer, die eine erste europäische Besiedlung begannen. Sie nannten die Insel nach dem damaligen Prinzen Moritz von Oranien (lat. Mauritius), woraus sich der heutige Name ableitet. 1710 hatten die Holländer Mauritius bereits wieder in Richtung der erfolgversprechenden Kolonie Südafrika verlassen und so folgten ihnen ab 1715 die Franzosen, die eine konsequente Kolonisation betrieben. Sie gründeten einen orkansicheren Hafen - das heutige Port Louis, stationierten Kriegsschiffe und Soldaten und brachten neue Siedler und Sklaven herbei. 1810 zu den Zeiten Napoleons wurde Mauritius durch die Engländer erobert und war seitdem britische Kronkolonie. Dennoch blieben auch unter den Engländern viele Einflüsse aus der französischen Zeit erhalten, so auch Französisch als verbreitetste Sprache.

Mauritius wurde am 12. März 1968 nach 150 Jahren britischer Herrschaft unabhängig. Es folgte die Mitgliedschaft im Commonwealth und Königin Elisabeth II. blieb zunächst offizielles Staatsoberhaupt. Dies änderte sich 1992 mit der Verabschiedung einer neuen Verfassung und der Einführung der parlamentarischen Republik als neuer Staatsform.

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